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Ransomware - Viren der heutigen Zeit

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Niemand mag Viren und doch kennen wir sie alle: Trojaner, Scareware, Root Kits und was es nicht noch alles gibt. Doch in den letzten Jahren macht sich eine Art der Viren auf den Weg allen anderen den Rang abzulaufen. Es handelt sich um Ransomware, also unerwünschte Software die euren Computer befällt und Daten mittels guten kryptografischen Funktionen verschlüsselt. Ihr erhaltet eure Daten meistens durch Zahlung einer Summe X, häufig im niedrigen hunderter Bereich, zurück und könnt sie wieder nutzen. Die meisten schalten nach der Zahlung die Daten wirklich wieder frei, denn so motivieren sie andere Betroffene natürlich auch die Zahlung durchzuführen. Man merkt hier es geht nicht mehr um das Zerstören von Daten oder das eigentliche stören von Systemen, ähnlich wie bei DDos Attacken mit einer verbundenen Erpressung geht es hier nur ums Geld. Der Virenmarkt kommerzialisiert sich immer mehr und quasi jeder von uns kennt jemanden oder war sogar schon einmal betroffen, wenn es um das Thema Ransomware geht. Die Verbreitungswege sind vielfältig, wie es schon immer der Fall bei Viren war. Doch mit immer mehr Dingen die man im Internet tut, wird auch die Gefahr größer und dies nicht nur für den PC oder Laptop, auch Smartphones sind betroffen. Nebenbei sind auch Mac und Linux in diesem Bereich keine Ausnahme mehr, auch wenn die Zahl der Angriffe und Zahl der Betroffenen natürlich massiv niedriger ist. Selbiges gilt aber halt auch für die absolute Zahl der privaten Nutzer. Doch was soll man tun? Grundsätzlich gelten die normalen Tipps, die man bezüglich allen Viren gibt.

  • Egal welches System man nutzt, es sollte aktuell sein und vor allem Sicherheitsupdates sollten schnell installiert werden.
  • Ein Antivirenprogramm macht auf Computern Sinn, auf mobilen Endgeräten bin ich sehr skeptisch, einfach weil sie häufig eher lästig als hilfreich sind und leider oft keinen wirklichen Schutz bieten. In diesem Bereich informiert euch also vorher gut.
  • Dateien aus dem Internet, Anhänge in Mails und auch sonst alles Fremde für euren Rechner sollte immer mit einer Priese Salz betrachtet werden, denn überall können sich Gefahren verstecken. Im Zweifel also lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig mit dem Antivirenprogramm nachschauen.
  • Der Browser ist euer Tor zum Internet, also seid hier besonders vorsichtig. Haltet ihn aktuell und deaktiviert unnötige und unsichere Dinge (Stichwort: Java und Flash). Ich persönlich blockiere sogar JavaScript allgemein und aktiviere es nur für Seiten denen ich vertraue. Dies schränkt allerdings manchmal das Surf-Erlebnis ein und Bedarf einigem Vorwissen um sinnvoll nutzbar zu sein.
  • Niemand weiß alles und es ist keine Schande jemanden um Hilfe zu fragen. Solltet ihr euch also nicht sicher sein, fragt Bekannte oder Freunden um Hilfe. Vor allem Mails die euch auf die zehnte Mahnung mit Androhung von Zwangsvollstreckung hinweisen, sollten nicht unbedacht geöffnet werden.
  • Backups können im Zweifel vieles retten. Wie gesagt niemand weiß alles und wir machen alle Fehler. Somit kann bei jedem mal etwas schief gehen und ein Backup kann dort für wesentlich mehr Sicherheit sorgen. Dabei sollte man natürlich auf externe Platten sichern, die im Zweifel nicht befallen werden. Gesichert werden sollte regelmäßig, z.B. wie hier beschrieben.
  • Nicht nur euer Desktop-Rechner muss geschützt werden, auch eure Server, Smartphones und Tablets. Server sind dabei wohl für wenige relevant, doch bitte achtet auch dort auf die Sicherheit. Wesentlich relevanter sind Smartphones, hier gilt nur offizielle Quellen für Apps nutzen und auch hier Dateien aus dem Internet mit Vorsicht betrachten.

Die hier beschriebenen Dinge sind auf einer sehr abstrakten Ebene beschrieben und sind nicht einmal auf dieser vollständig, denn in diesem Bereich kann man quasi unendlich viele Tipps geben. Zusätzlich scheiden sich an manchen Aussagen dann auch noch die Geister. Ich möchte hier nur grundsätzlich mal wieder etwas sensibilisieren, denn im Zweifel speichert ihr viele wichtige Dinge und mit diesen sollte man sorgsam umgehen. Ihr stellt schließlich eure wertvollsten Besitze auch nicht einfach auf die Straße.
Ich habe in dieser News übrigens bewusst keines der Unternehmen genannt mit welchen ich eine Partnerschaft pflege. Denn dies könnte als Werbung ausgelegt werden und ich möchte an dieser Stelle nur für offene Augen und Ohren sorgen.

Bildquelle: bsi.bund.de

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