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Open Source Software und ich - Teil 3

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Der dritte Teil meiner Open Source Software und ich Reihe beschäftigt sich mit ein paar allgemeinen Punkten rund um das Thema Open Source. Beginnen möchte ich dabei mit der Bewertung der Qualität. Diese lässt sich natürlich nicht für alle Open Source Projekte verallgemeinern, allerdings kann man über die persönlichen Erfahrungen ja durchaus berichten. Ich nutze Ubuntu open_in_new an diversen Stellen als Betriebssystem, auf selbigem entsprechend verschiedenste Tools (z.B. Firefox open_in_new)und weitere Software (z.B. Mumble open_in_new). Auch unter Windows kommen verschiedene Open Source Tools (z.B. VLC Player open_in_new) zum Einsatz. Ebenfalls nutze ich sehr aktiv diverse Android und Flutter Open Source Libraries.
Mit diesen Informationen im Hinterkopf muss ich sagen, dass ich sehr begeistert von der allgemeinen Qualität der genannten Open Source Lösungen bin. Das meiste funktioniert schnell und stabil. Ein Manko welches ich häufiger gesehen habe, bezog sich auf die UI und UX Erfahrung, aber auch in diesem Bereich gibt es diverse gute Produkte. Man könnte hier vermuten dass zu viele Köche vielleicht den Brei verderben, ich persönlich kann dies allerdings nicht bestätigen. Auf der anderen Seite will ich aber auch nicht sagen, dass Open Source Software per se besser oder stabiler ist als Closed Source Software. Hierbei gehe ich natürlich von dem aus was der Nutzer mitbekommt, denn nur dies kann man im Vergleich bewerten. In diesem Kontext muss ich sagen, dass sowohl ein Windows, wie auch ein Ubuntu durchaus Luft nach oben lassen, wenn es um die Stabilität und Performance geht. Alles in allem sind meine Erfahrungen mit der Qualität von Open Source Software aber auf jeden Fall sehr gut.

Ein weiterer Punkt der mir am Herzen liegt ist das Vertrauen. Wir geben Software Daten, egal ob private oder öffentliche, wir arbeiten Tag täglich mit ihr und nutzen Technik in fast allen Lebenslagen. In dieser Situation muss man seiner Software vertrauen können. Das Thema Sicherheit spielt dabei eine sehr wichtige Rolle, aber auch das Wissen was vor sich geht ist durchaus wichtig. Hierbei hat Open Source Software natürlich einen markanten Vorteil. Denn jeder der wollte könnte prüfen was geschieht, auch wenn dies die wenigsten tun oder wirklich könnten. Es geht darum das es möglich ist und einige dies auch tun. Die schafft eine Sicherheit für alle Nutzer der jeweiligen Software. Es bedeutet allerdings nicht, dass keine Fehler gemacht werden oder das die Software perfekt ist, aber es sorgt zumindest für ein besseres Gefühl und eine höhere Wahrscheinlichkeit das alles in Ordnung ist.
Anpassbarkeit ist eine der offensichtlichsten positiven Fähigkeiten von Open Source Software, denn auch wenn nicht jeder Software mal eben so ändern kann, so besteht für jeden versierten Entwickler die Möglichkeit selber Änderungen vorzunehmen. Dies kann entweder im eigentlichen Projekt geschehen oder als Fork open_in_new für eigene Ideen.
Im Open Source Bereich gibt es neben Vergleichen mit Closed Source Software eher wenige Erwähnungen von solcher. Dies kann ich durchaus verstehen, denn viele Unternehmen arbeiten nicht gerade für das Konzept Open Source, bedienen sich aber gerne der Open Source Lösungen. Auch wenn dies vielleicht nach der jeweiligen Lizenz rechtlich in Ordnung ist, so ist es natürlich nicht die feine englisch Art. Bei einem gesunden miteinander sollten derartige Aktionen unterlassen werden. Auf der anderen Seite bin ich aber auch der Meinung, dass wenn ein Google oder Microsoft diverse Softwarelösungen offen zur Verfügung stellt und auf die Community zugeht, dass man auch dies wertschätzen kann. Natürlich ist einiges davon Marketing und vieles bleibt Closed Source, doch es ändert nichts an der jeweiligen Aktion.
Wie man derartige Dinge einschätzt ist dabei natürlich jedem selbst überlassen, Kritik muss ich allerdings äußern wenn ich höre dass man z.B. die Programmiersprache Go nicht nutzen soll, weil sie von Google kommt. Da frage ich mich dann nämlich wo all die Offenheit ist, wenn man eine Programmiersprache per se als böse einstuft, weil sie von einem Unternehmen kommt. Abschließend möchte ich sagen, dass ich Open Source Software sehr schätze, gerne nutze und mich freue an selbiger mitentwickeln zu können. Doch eine gesunde Balance zwischen Open und Closed Source Software ist ebenfalls nicht zu verachten. Nicht alles was Unternehmen machen ist böse und nicht alles was in der Open Source Welt passiert ist gut. Gesunder Menschenverstand sollte weiterhin walten und wir sollten auch im Bereich der Software-Entwicklung an einem miteinander statt gegeneinander interessiert sein.
Für den Moment wäre dies das Schlusswort meiner kleinen Reihe zum Thema Open Source, sollte mir allerdings noch etwas einfallen führe ich selbige natürlich fort. Ebenso falls von eure Seite noch Fragen oder Anregungen geäußert werden, selbige platziert bitte einfach in den Kommentaren.

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