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Mein Spiel des Jahres 2020

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Das Jahr 2020 ich vorbei und abgesehen von all den Dingen die passiert sind, wollte ich mal mein persönliches Spiel des Jahres mit euch teilen. Es ist ein Spiel welches es schon lange gibt und welches auch schon häufiger Thema hier im Blog war.
Es geht um Escape From Tarkov oder auch EFT, den Hardcore Shooter von Battlestate Games. EFT ist ein Spiel welches sicherlich nicht für jeden etwas ist, denn es ist nichts für zwischendurch, man wird nicht an die Hand genommen und eine Niederlage geht meist mit einem wirklichen Verlust einher.
Falls ihr EFT gar nicht kennt, hier ein paar Worte worum es in dem Spiel geht. Es ist ein Shooter mit Loot Mechaniken und einigen RPG Elementen, wie z.B. dem verbessern von Fähigkeiten eures Charakters oder dem Ausbau eures Hideouts. Das wichtigste ist aber, dass im Falle eures Todes quasi alle Items die ihr dabei hattet verloren sind. Gespielt wird gegen menschliche und Computer gesteuerte Gegner auf sehr unterschiedlichen Maps.

Escape from Tarkov Beta - 0.12 Patch trailer
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Doch warum ist es mein Spiel des Jahres und das obwohl ich es gar nicht so viel gespielt habe, wie z.B. Rainbow Six Siege. Los geht es mit den allgemeinen Dingen, EFT sieht verdammt gut aus und die Audiokulisse ist beeindruckend. Das Paket ist extrem rund und damit kommen wir auch schon zur Atmosphäre. Die erwähnte audiovisuelle Aufmachung, in Kombination mit dem permanenten Druck und der allgemeinen Umgebung schafft eine extrem dichte Atmosphäre. Außerdem ist der Detailgrad von allem was es im Spiel gibt extrem hoch. Die Auswahl an Waffen, Anpassungen für selbige und diversen weiteren Items schaffen eine extrem komplexe Welt, welche man sich immer weiter erschließen will. Dabei gilt auch hier, man wird nicht an die Hand genommen. Entweder ließt man im Wiki nach oder entdeckt alles auf eigene Faust.
Am Anfang stirbt man quasi nur, weiß nicht wo man hinlaufen muss und versteht quasi nichts. Die Lernkurve ist also extrem steil, aber dafür fühlt sich jeder kleine Erfolg wirklich gut an. Hat man das erste Mal einen Spieler erledigt und schafft es die Map erfolgreich zu verlassen, so hat man wirklich das Gefühl gewonnen zu haben. Nachdem Erfolg kann man sich dann über sein Loot freuen, es sortieren, verkaufen oder für den nächsten Raid nutzen, wohl wissend das man alles in der nächsten Runde wieder verlieren kann.
Das Spiel ist bewusst komplex, es ist schwer und extrem fordernd. Genau das ist die Vision der Entwickler und entgegen vieler Einwände halten sie an dieser Vision fest. Dadurch entsteht mit EFT etwas neues, etwas was es für mich so noch nicht gab. Es ist völlig anders als der Taktik Shooter von nebenan und auch ein DayZ - was hin und wieder mit EFT verglichen wird - ist durchaus anders konzipiert. Es ist nicht bunt und vor allem ist es nicht Mainstream, so wie alle es schon 100 Mal gesehen haben, es ist etwas neues. In den letzten Jahren habe ich wenig bis nichts in diesem Bereich im Kontext Shooter gesehen, denn oft waren neue Spiele hier im besten Fall eine Evolution, aber nie eine Revolution. Leider waren manche Spiele eher ein Abklatsch von anderen oder minder erfolgreiche Fortsetzungen in bekannten Franchises. Deswegen freue ich mich sehr auch noch neue Ansätze bei Shootern entdecken zu können.

Escape from Tarkov - Echoes of the Fallen City
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EFT ist nicht mehr Standard Spiel für den Abend, es ist nichts was ich täglich spiele und auch nichts was mich entspannt. Es ist anders, es ist speziell und genau deswegen ist es mein Spiel des Jahres 2020. Kein anderes Spiel konnte mich auf seine eigene Weise so sehr fesseln wie EFT. Das Ganze gilt auch wenn das Spiel aktuell noch als Beta Version gehandelt wird und es öfters mal kleinere Probleme gibt.

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